Klarer Durchblick: Beruf Augenoptikermeister

Optikermeister Clemens-August Wilken kennt alle Kniffe für eine perfekte Brille.

Der_Augenoptiker_348pxLICHTENAU „Glück und Glas, wie leicht bricht das? Irgendetwas in diesem Beruf kann immer passieren. Jede Brille ist ein Unikat, jede Reparatur ist anders - alles hohe handwerkliche Präzision", erklärt Clemens-August Wilken, Augenoptikermeister und Inhaber des Optiker-Geschäfts Wilken Augenoptik in der Lange Straße 47 in Lichtenau. Seit über 35 Jahren führt er erfolgreich einen Optiker-Betrieb und hat sich neben Brillen auch auf Kontaktlinsen spezialisiert.

Präzision ist nicht das Einzige in seinem Beruf, dem er gerecht werden muss. Nachdem seit 2004 die Zuzahlungen der ges. Krankenkassen für Brillen abgeschafft wurden, seien deutliche Einbußen zu spüren. Das Budget seiner Kunden werde immer knapper - aber der Anspruch immer höher. „Hier in der Region um Lichtenau kann man sich nicht auf ein bestimmtes Sortiment spezialisieren. Ich versuche, ein umfassendes Sortiment anzubieten, von der exklusiven Markenbrille bis zu preiswerten No-Name-Gestellen", so Wilken.

In seinem Lichtenauer Optikerladen zeigt Wilken ständig über 1.500 Brillenmodelle. „Bei einer so großen Auswahl an verschiedenen Modellen, findet jeder Brillenträge seine Wunschbrille", meint Wilken und betont, dass seine Modellvielfalt sich durchaus mit Großstadtgeschäften messen kann. Die Modelle der verschiedensten Brillen wählt der Optikermeister mit großer Sorgfalt aus. Hier sind ein gutes Gespür für Modetrends und langjährige Erfahrung wichtig. Den nötigen Überblick über die aktuellen Trends verschafft er sich durch Lektüre der Fachzeitschriften, in Gesprächen mit Kollegen und beim regelmäßigen Besuch von Fachmessen. Auch finden die Repräsentanten namhafter Brillendesigner den Weg nach Lichtenau und präsentieren ihre aktuellen Neuheiten im Geschäft des Optikers.

Neben der Anfertigung und Reparatur von Brillen ist der Augenoptikermeister in erster Linie Berater und Dienstleister in allen Fragen rund um das gute Sehen. Für die perfekte Beratung bringt Wilken sein langjähriges und umfassendes Fachwissen mit ein. Es gilt, für seine Kunden die bestmögliche Lösung für ihr Sehproblem zu finden.

Die Vermessung der Augen

Wünscht ein Kunde eine neue Brille, steht anfangs die Frage, welchen Zweck sie erfüllen soll, im Vordergrund. Somit erkundigt sich der Optiker über die medizinische Vorgeschichte seines Kunden. Mit Hilfe modernster Messmethoden ermittelt Wilken die wichtigsten Parameter der Augen seines Kunden. Bei der äußeren und inneren Inspektion wird das ganze Auge inklusive der Lider durch ein Mikroskop - der Spaltlampe - beurteilt. Während der Untersuchung können auch Augenkrankheiten des Kunden sichtbar werden. Der Kunde wird in diesem Fall zum Augenarzt überwiesen.

Der zum Sehfehler passende Dioptrienwert wird mit dem Refraktometer ermittelt. Das computergesteuerte Gerät misst die Lichtbrechung im Auge. Da diese Messung aber nur objektiv ist, erfolgt noch eine sorgfältige Feinabstimmung mit entsprechenden Meßbrillengläsern, die über das subjektive optische Empfinden des Kunden Aufschluss geben. Geprüft wird mit unterschiedlichem Sehtesten. Diese werden für Ferne und Nähe dargeboten. Der Kunde kann schon jetzt an Hand von gezeigten Buchstaben und Ziffern die angestrebte Sehverbesserung erkennen. Nach der Dokumentation der gefundenen Werte erklärt der Augenoptikermeister dem Kunden die Vor- und Nachteile der verschiedenen Korrektionsmöglichkeiten.

Die Qual der Wahl

Meist haben die Kunden nur eine ungefähre Vorstellung von ihrer Wunschbrille. „Es gibt unendlich viele Kombinationsmöglichkeiten zur Brille. Das gilt bei den Brillengestellen und erst recht für die Brillengläser", weiß der Fachmann. Besonders beim Aussuchen der Brillenfassung kann die große Auswahl auch zur Qual werden.
Um hier den Kunden optimal zu unterstützen, setzt Wilken als eines der ersten Optiker Deutschlands das hochmoderne Anpass- und Beratungssystem Visioffice ein. Mit Visioffice findet jeder Kunde gemeinsam mit Wilken eine Brille, die so gut passt wie ein Maßanzug. Mit dem integrierten Kameramodul kann der Kunde mit seinen Wunschfassungen fotografiert oder gefilmt werden. So haben auch Brillenträger mit starker Fehlsichtigkeit die Chance, sich mit den Fassungen, die ihnen gefallen, deutlich zu sehen. Am Bildschirm können sie die Wirkung verschiedener Modelle direkt miteinander vergleichen. Ein toller Service!

Konnte sich der Kunde für ein Brillenmodell entscheiden, wird nun das perfekte Glas für die Brille ausgesucht. Kunststoff oder Glas; die richtige Tönung; eine robuste Oberfläche; klare Sicht durch effektive Entspiegelung; eine randscharfe Abbildung; Gläser mit automatischer Farbanpassung; unzerbrechliche Werkstoffe; Gläser für gleichzeitige Sicht für Ferne und Nähe; Bildschirm-Arbeitsplatz-Gläser; robuste Scheiben für Kinderbrillen; Kontrastverbessernde Gläser; solche mit Sonnenschutz und solche mit bester Anpassung für Dunkelheit: die Auswahl ist schier grenzenlos.

Ich unterscheide, um welchen Typ Brille es sich handelt! Danach ist dann das Material der Brillengläser auszuwählen. Danach die perfekte Beschichtung. Und dann besondere Anforderungen wie Dicke oder Biegung der Gläser", sagt Wilken. Heutzutage ist es immer wichtiger, die gewählten Gläser so zum Auge zu positionieren, das die Wirkeigenschaften auch vollständig zum Tragen kommen.

Um das zu erreichen, werden sämtliche Parameter, die bei der individuellen Anpassung der Brillegläser benötigt werden, mit Hilfe von Visioffice ermittelt. Herr Wilken erklärt: „Das sind zum Beispiel der exakte Abstand zwischen den Brillengläsern, die Neigung des Glases vor dem Auge und die typische Kopfneigung beim Lesen. Da jeder Mensch seine individuelle Sehstrategie hat, um Objekte im peripheren Gesichtsfeld zu erfassen, kann ich mit dieser Technik sogar ermitteln, wie stark der Brillenträger seinen Kopf beziehungsweise seine Augen bewegt um Objekte im Randbereich seines Blickfeldes wahrzunehmen!" Die Messung der Parameter erfolgt in wenigen Sekunden und mit höchster Präzision: Abstandsmessungen bieten eine Genauigkeit von 1/10 mm; Winkel werden gradgenau bestimmt. So stellt Wilken sicher, dass das Glas perfekt auf den einzelnen Kunden angepasst ist und seine positiven Eigenschaften vollständig zur Geltung kommen.

Eine Brille entsteht

Hat der Kunde das Geschäft verlassen, plant der Optikermeister alle weiteren Schritte zur fertigen Brille. Jetzt werden die exakten Daten der Brillengläser berechnet. Am Computer kann Wilken die genaue Dicke, Größe und Wölbung der Gläser berechnen. Sind alle Daten gefunden, werden diese via Datenfernübertragung direkt auf den Rechner des Glasherstellers übermittelt.

Nun werden hier die Gläser hergestellt. „Die meisten Gläser werden heute erst nach Bestellung als Einzelanfertigung für den Kunden produziert. Nur so lassen sich die Verzüge moderner Brillengläser wirklich nutzen. Denn jeder Kopf, jede Brillenform und auch jede Passform ist anders", erzählt Wilken. Die industrielle Anfertigung von Brillengläsern dauert je nach Ausführung einige Tage – in Einzelfällen auch schon mal mehrere Wochen. „Immerhin gibt es viele Zig-Millionen Möglichkeiten, ein Brillenglas zu fertigen. Da kommt es schon einmal vor, dass selbst bedeutende Brillenglashersteller vor großen Herausforderungen stehen, um ein Brillenglas exakt so zu fertigen, wie wir das für unseren Kunden wünschen", ergänzt Wilken.

Sind die Brillengläser eingetroffen, kontrolliert der Optiker sie sorgfältig auf richtige Beschaffenheit. Mit Hilfe der CAD - gesteuerten Schleifanlage werden die Gläser nun passgenau auf die Form und Größe der Brillenfassung zugeschliffen. Beim Optiker in Lichtenau erfolgt das mit einer der modernsten Anlagen, die für lokale Optikerbetriebe zu Verfügung steht. Somit ist allerhöchste Präzision gewährleistet.

Da der Optikerberuf trotz der Technik auch ein Handwerk ist, dem keine Maschine gerecht werden kann, muss Clemens-August Wilken jetzt noch für die nötigen Feinheiten am Glas sorgen. Mit einem Handschleifstein aus Diamant, der mit einem kontinuierlichen Wasserstrahl gekühlt wird, schleift der Augenoptiker am Glas die Kanten nach.

Bei bestimmten Brillengestellen müssen zusätzliche Bohrungen und/oder Fräsungen am Brillenglas angebracht werden. Erst jetzt werden die geschliffenen Gläser exakt in die Fassung der Brille eingepasst.
Anschließend bringt der Optiker die fertige Brille in die passende Form: Mit viel Feingefühl werden Nasenstege und Ohrenbügel auf die anatomischen Gegebenheiten des Brillenträgers eingestellt. Und damit der Träger mit seiner neuen Brille auch wirklich optimal sehen kann, werden jetzt alle Korrekturwerte der fertigen Brille noch mal genau überprüft und ggf. werden Anweichungen behoben.

Das fertige Meisterstück

All die Arbeiten zu Fertigstellung der Brille dauern ja nach Ausführung ca. 30 bis 120 Minuten.

Holt der Kunde die fertig gestellte Brille ab, demonstriert der Optiker die Verzüge der neuer Brille. Eine Feinabstimmung des Passsitzes wird vorgenommen. Und Wilken zeigt und erklärt den richtigen Umgang und die beste Pflege zur Brille.

Die Zukunft der Optiker

Clemens-August Wilken wollte, geprägt durch die Arbeit seines Vaters, schon früh in dessen Fußstapfen treten. Ob seine Nachfolge nun in der Familie bleibt, ist ungewiss. Der Optikermeister möchte seine Kinder, in „kein Korsett zwängen", so Wilken. Schließlich hatte er früher auch ganz allein die Wahl. Eine Wahl, die er bis heute nicht bereut hat! „Auch nach über 35 Jahren Tätigkeit als Optiker finde ich jeden Tag neue Herausforderungen, um meine Kunden perfekt und optimal zu beraten. Und genau das ist der besondere Reiz des Optikerberufes", ergänzt Clemens-August Wilken.

„Ich wünsche mir, dass auch zukünftig viele junge Menschen sich für den Optikerberuf begeistern können!". Aber welche Vorraussetzungen sollen junge Menschen mitbringen? Dazu Wilken noch mal: „Vorrangig wichtig ist ein guter mittlerer Schulabschluss, Interesse für Mathematik und Physik, gute Handgeschicklichkeit, Kommunikationsfähigkeit, ein offenes Ohr für die Probelen anderer Menschen, sicheres Auftreten und nicht zuletzt ein gutes Gespür für Mode und Ästhetik!".

Danke, Herr Wilken für diese interessanten Ausführungen.

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Wilken Augenoptik

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